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	<title>Ritterrüstungen</title>
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	<description>Ritter, Drachen und Prinzessinen</description>
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		<title>Ritterspiele in der Moderne</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 14:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heutzutage verzeichnen Mittelaltermärkte bzw. mittelalterliche Festspiele eine immer größer werdende Besucherzahl. Solche Feste gewinnen erst aber seit den 1980er an Jahren Relevanz in Deutschland, wobei den Amerikanern “Renaissance fairs” schon in den 60er ein Begriff waren. Darsteller und ein wachsender Teil von Besuchern kleiden sich in kreative bzw. mittelalterlich angehauchte Gewänder und bieten jedem an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heutzutage verzeichnen Mittelaltermärkte bzw. mittelalterliche Festspiele eine immer größer werdende Besucherzahl. Solche Feste gewinnen erst aber seit den 1980er an Jahren Relevanz in Deutschland, wobei den Amerikanern “Renaissance fairs” schon in den 60er ein Begriff waren. Darsteller und ein wachsender Teil von Besuchern kleiden sich in kreative bzw. mittelalterlich angehauchte Gewänder und bieten jedem an diesem speziellen Lebensgefühl zu partizipieren. In der heutigen Zeit zeigt es sich, dass bestimmte Märkte schon einen gewissen Volksfestcharakter besitzen und damit lediglich eine Vorstellung vom Mittelalter widergeben.</p>
<p>Der Erfolg solcher Festspiele kann man auch in Zahlen aufzeichnen: Für das Jahr 2010 wurden allein bis zum späten Frühjahr 686 Veranstaltungen erfasst, für das gesamte Jahr 2009 waren es 903. Hingegen wurden 2004 nur 300 solcher Mittelaltermärkte konstatiert. Dabei gibt es zudem einige Faktoren, die eine derartige Entwicklung begünstigen. Einerseits sind es die lockern gesetzlichen Regelungen für die Verkaufszeiten, andererseits sind es aber auch die guten Positionierung in frequentierten Innenstadtlagen. </p>
<p>Die Waren auf diesen Märkten sind so vielfältig, wie die Besucher selbst. So finden sich zumeist Kunsthandwerkswaren, aber auch Esoterik bzw. Gothicprodukte. Typische Waren sind beispielsweise Schmuck, Keramik, Lederwaren, Felle, Kräuter, Hieb- und Stichwaffen, Ritterruestungen (siehe Keywordforderung). Außerdem gibt es mittelalterliche Handwerksleute mit heute aussterbenden Berufen, die vor Ort ihre Fertigkeiten zeigen wie Korbflechter, Bader, Löffelschnitzer, Kerzenzieher, Drechsler und Waffenschmied. Es gibt wohlgemerkt auch Kunstschaffende, die wie ehemals die Wikinger aus Speckstein Skulpturen und Töpfe herstellen. Nicht zu unterschätzen sind auch die unterschiedlichen Artisten, Künstler und Musikanten, die ihre Tätigkeit zum Teil auch hauptberuflich ausüben.</p>
<p>So haben z.b. bestimmte Akrobaten, Feuerspuker, Ritter und Schwertkämpfer damit überregionale Berühmtheit erreicht. Die Musik der Mittelalterszene, die mit wachsender Popularität dieser Veranstaltungen eine größere Rolle erlangt, ist schon ihrer eigenständigen Begutachtung würdig. Auf größeren Mittelaltermärkten werden zusätzlich auch Schaukämpfe und Ritterturniere ausgetragen. So kämpfen einzelne Ritter oder auch ganze Gilden um Ruhm und Ehre, vor allem aber um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Da choreografisch alles perfekt aussehen sollte, werden zumeist kommerzielle Gruppen angeheuert. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass in den letzten Jahren auch andere Kämpfe dargestellt wurden, wie ein Kampf zwischen Kelten und Römern.<br />
Letzten endes lässt sich der Erfolg dieser Festivitäten nicht zuletzt auf die passend gewählten Veranstaltungsorte zurückführen. Wenn die Kulissen eine stimmige Burg sind, kann aus einem Mittelaltermarkt eine Sehenswürdigkeit entstehen. Die Burg Rabenstein in Nordbayern beispielsweise verzeichnet bei passenden Veranstaltungen so einen riesigen Besucherauflauf. </p>
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		<title>Geschichtliches</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 17:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Plattenpanzer stellt eine Schutzkleidung dar, die seinen Träger während kriegerischer Kampfhandlungen im Mittelalter vor allem vor Stichverletzungen schützen sollte. Dabei musste der bestmögliche Kompromiss zwischen optimalem Schutz des Trägers und der Gewährleistung seiner Beweglichkeit gefunden werden. Eine weitere Problematik stellte der Hitzestau unter der Rüstung dar, der vielen Trägern von Rüstungen ernste Probleme bereitete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Plattenpanzer stellt eine Schutzkleidung dar, die seinen Träger während kriegerischer Kampfhandlungen im Mittelalter vor allem vor Stichverletzungen schützen sollte. Dabei musste der bestmögliche Kompromiss zwischen optimalem Schutz des Trägers und der Gewährleistung seiner Beweglichkeit gefunden werden. Eine weitere Problematik stellte der Hitzestau unter der Rüstung dar, der vielen Trägern von Rüstungen ernste Probleme bereitete und manchen sogar zum Verhängnis wurde.</p>
<p>Anfangs wurden wahrscheinlich ausschließlich vor die Brust gehängte oder an der Brust befestigte Platten aus Metall als Schutz bei bewaffneten Kämpfen verwendet. Doch schon während der Bronzezeit wurden Plattenpanzer hergestellt, die den gesamten Körper umhüllten. Diese waren allerdings sehr schwer und sperrig. Die alten Griechen benutzten kurze Brustpanzer kombiniert mit Beinschienen und einem Helm. Auch bei den Kriegern des römischen Reiches war diese Kombination bis zum Zerfall ihres Reiches gebräuchlich. Zusätzlich wurden noch Schienen  zum Schutz der Unterarme getragen.</p>
<p>Von den Kelten wurden schon in der Zeit vor Christi Geburt Kettenhemden getragen, die eine optimale Beweglichkeit gewährleisteten. In der Folge verlor die Plattenrüstung an Bedeutung und blieb lediglich hohen Offizieren als Statussymbol vorbehalten.</p>
<p>Nach dem Auseinanderfallen des Römischen Reiches waren Kettenhemd für eine längere Zeit der favorisierte Schutz. Eine Kettenrüstung bot aber keinen ausreichenden Schutz gegen den wuchtigen Stoß mit einer kräftig und gut geführten Lanze und war auch nicht der Beschießung mit einer Armbrust gewachsen. Eine massivere Rüstung musste entwickelt werden. Die Entwicklung tendierte wieder zur Plattenrüstung. Immer neue Verbesserungen der Festigkeit des Materials, in Einklang mit klug ausgetüftelten beweglichen Elementen zur Verbesserung der Mobilität des Trägers, ließen Ganzkörperrüstungen entstehen. Sogar Hände und Füße wurden mit metallenen Schuhen und Handschuhen geschützt. Aus jener Zeit stammt auch der Mythos von der Unbezwinglichkeit der Ritter.</p>
<p>Das Ende der Plattenrüstungen wurde mit den Schlachten von Crecy im 14. Jahrhundert und Azincourt Anfang des 15. Jahrhunderts eingeläutet. Die als unbezwingbar geltenden gepanzerten französischen Ritter wurden von den englischen Langbogenschützen, deren Pfeile eine ungeheuere Durchschlagskraft besaßen, besiegt. Die Pfeile durchschlugen die Rüstungen und der Ritter ging jämmerlich in seiner gepanzerten Rüstung zu Grunde. Zwar wurden die Plattenrüstungen fürderhin noch massiver, aber der Durchschlagskraft der jetzt entwickelten Feuerwaffen wie Arkebusen und Musketen waren sie nicht gewachsen. Die entscheidenden Faktoren für die Kriegsführung waren jetzt nicht mehr Panzerung sondern Beweglichkeit. </p>
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		<title>Ritterspiele</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 13:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Name Ritter (lat. eques, franz. chevalier, engl. knight, ital. cavaliere, span. caballero, slaw. vitez, vityaz, ungar. vitéz) stammt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt übersetzt Reiter. Damit wird ein gerüsteter, berittener Krieger des europäischen Mittelalters bezeichnet, der in der Lage ist, sich selber zur Wehr zu setzen. Die Kunst des Ritterspiels oder auch Ritterturniers entwickelte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name Ritter (lat. eques, franz. chevalier, engl. knight, ital. cavaliere, span. caballero, slaw. vitez, vityaz, ungar. vitéz) stammt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt übersetzt Reiter. Damit wird ein gerüsteter, berittener Krieger des europäischen Mittelalters bezeichnet, der in der Lage ist, sich selber zur Wehr zu setzen.<br />
Die Kunst des <strong>Ritterspiels </strong>oder auch <strong>Ritterturniers</strong> entwickelte sich aus der Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit. Auf der Bühne wird die Ritterthematik heute wieder lebendig. In bestimmten Gegenden Süddeutschlands und Österreichs, wie bei den „Pradler Ritterspielen“ oder beim „Tschauner“ in Wien, wurden sogar einige Besonderheiten entwickelt: Besonders heitere oder gruselige Szenen werden zur Belustigung des Publikums mehrfach wiederholt.<br />
Eher traditionell, als symbolisches Kampfspiel an historischen Tagen, laufen die Ritterspiele z.B. in <a title="Kroatien Urlaub" href="http://www.mein-kroatien-urlaub.de/" target="_blank">Kroatien</a> ab, bei dem die Teilnehmer in zwei Kreisen aufeinander zu reiten, um mit der Lanze in den Kreis oder andere Stellen zu treffen.“Sinjska alka“ findet jährlich vom 1. bis 3. August statt. In Sinj erinnert die „Alka“ an die Eroberung Kroatiens durch die Türken (1463 – 1536). Zahlreiche Aufstände blieben erfolglos, bis Providur Cornaro die Stadt 1686 befreite. Ritter gab es aber überall, von <a title="Stadtinfo Münster" href="http://www.muenster-radar.de" target="_blank">Münster</a> bis München&#8230;<br />
Beliebt sind die Ritterspiele besonders bei Familienausflügen, beispielsweise die  „Ehrenberg – die Zeitreise“ in Reutte,Tirol, das Kaltenberger Ritterturnier in Geltendorf oder Ritterspiele auf Burg Sommeregg in Seeboden, Millsätter See.</p>
<p><strong>Ritterrüstung</strong><br />
Zum Schutz der Ritter im Kampf dient eine Rüstung, die aus Metallplatten geformt dem Körper angepasst ist. Dieser Plattenpanzer tauchte in Westeuropa Ende des 14. Jahrhunderts erstmals auf. Er schützte einen Großteil des Körpers bis in das 17.Jahrhundert, wobei er sich ständig weiter entwickelte. Spezielle Schienen aus Metall, Geschübe, und Stahlnetze sorgten für ausreichende Bewegungsfreiheit, den der Ritter im Kampf benötigt hat. Den Rest des Körpers schützten großflächige Stahlplatten.<br />
Im frühen Mittelalter bevorzugten adelige Ritter das Kettenhemd. Die komplette Rüstung für den ganzen Körper kam im Hochmittelalter wieder auf. Zwar dient so eine Rüstung der äußerlichen Abwehr, muss aber die Haut des Trägers verschonen. Zu diesem Zweck trug man darunter eine Polsterung, auch Gambeson oder Aketon genannt, die außerdem den Schutz einer Kettenrüstung erhöhte. Im 13. Jahrhundert etablierte sich der Plattenpanzer.</p>
<p><strong>Eigenschaften der Plattenrüstung</strong><br />
Die Vorstellung, sich in einem Plattenpanzer, einem Vollharnisch zu bewegen oder gar zu rennen, fällt angesichts der Optik schwer. Die Rüstung war jedoch maßgefertigt und verteilte sich mit ihren 20-30 Kilo auf den ganzen Körper. Oft waren die Ritter das Tragen von Kindheit an gewöhnt. Das wirkliche Problem war nicht das Gewicht, sondern die Hitzeentwicklung. In der Schlacht von Azincourt zum Beispiel entwickelte der Herzog von York im Jahr 1415 eine solche Hitze, dass er einem Herzinfarkt erlag. Ein nächstes Problem stellte die Luftfeuchtigkeit dar, die eine Rüstung rosten ließ. Zum Schutz vor verrosten ging man dazu über, die Ritterrüstung zu schwärzen oder zu färben.<br />
Die Kunst der Herstellung einer flexiblen Rüstung mit größtmöglicher Bewegungsfreiheit besaßen die Plattner, die sich mit dem Bewegungsapparat gut auskannten. Der gut erhaltene Harnisch von König Heinrich VIII. dient in den 60er Jahren gar als Vorbild zur Konstruktion eines Weltraumanzuges für die NASA.</p>
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